Am vergangenen Wochenende war es soweit, dass Tomorrowland Around the World Festival 2020 ging über die Bühne bzw. über das Internet.

Aufgrund der derzeitigen Situation musste das reale Festival in Boom Belgien leider ausfallen. Die Macher vom Tomorrowland hatten sich für ihre „People of Tomorrow“ etwas ganz besonderes überlegt. Ein zweitägiges Festival online und als 3D-Erlebnis mit über 60 internationalen Top-Djs.

3 Moante Vorbereitung

(c) Tomorrowland / Schaut euch die Crowd an, sehr sehr real!

Monatelange Vorbereitung liegen hinter der digitalen Ausgabe des Festivals, Dj-Performances wurden weltweit an verschiedenen Standorten vor übergroßen Greenscreens aufgezeichnet. Die 3-D Welt des Festivals musst erschaffen werden, damit am 25. und 26. Juli 2020 alle Fans die wollen ihre Lienlings-Dj erleben konnten. In nur drei Monaten hat das Tomorrowland Team in Kooperation mit Game-Entwicklern, Kamera-Teams und vielen anderen Beteiligten dieses epische Ereignis in der digitalen Welt auf die Beine gestellt.

Tomorrowland bedeutet Superlative, nicht nur bei der realen Ausgabe in Boom in Belgien, nein auch bei der digitalen Ausgabe des Festivals.

(c) Tomorrowland / Charlotte de Witte at Core Stage

Wir waren natürlich die beiden Tage auch mit dabei und können euch sagen, mehr geht nicht, wirklich nicht.

Konzept

Die Vorfreude auf das Digital Festival stieg in den Tagen zuvor mit jedem Tag an. Am Samstag um 16.00 Uhr als die Plattform zur Tomorrowland Insel Pāpiliōnem freigeschaltet wurde, war die Freude groß.

Eine Insel mit 8 Stages und verschiedenste anderen Möglichkeiten sich die Zeit, wie beim echten Tomorrowland zu vertreiben.

Neben den Stages und den darauf stattfindenden Performances gab es u.a. die Tomorrowland Foundation, dort konntet ihr beispielsweiße eine Nachricht für die People of Tomorrow hinterlassen.

(c) Tomorrowland / DVLM at Mainstage

Bei Taste of the World gab es Rezepte zum Nachkochen, auch der TML-Shop fand seinen Platz auf der Insel und konnte mit einem Klick angewählt werden.

Dort gab es u.a. eine Sonnenbrille zu kaufen, die aus Recylcling-Material vom Tomorrowlandgelände hergestellt ist. Zudem spendet Tomorrowland für jede gekaufte Flagge 5 Euro an bedürftige Kinder auf dieser Welt.

Außerdem hab es noch Cocktail-Rezepte und die Inspiration Sessions, Dj´s und Menschen aus der Branche und andere inspirierende Persönlichkeiten gaben kurze Statements zu verschiedenen Themen.

Mit dabei waren u.a. Ida Engberg, will.i.am und Shaq O´Neil. In der „Great Library“ konnten Quizfragen zum Tomorrowland beantwortet werden. 

Festival Samstag

Schon beim betreten der Insel Pāpiliōnem die aussieht wie der Tomorrowland-Schmetterling machte man große Augen. Über die Karte ließen sich die einzelnen Stages und Programmpunkte dann anwählen.

(c) Tomorrowland / Timmy Trumpet at Mainstage

Um 18.00 starte das Festival für uns mit Oliver Heldens und der Daybreak-Session auf der Mainstage. Gechillter Start die uns erstmal einen Überblick über die Mainstage schaffen ließ.

Natürlich wurden die Djs mit der üblichen „Tomorrowland-Stimme“ angekündigt, was bei uns jedes Mal für Gänsehaut sorgte.

Die 8 Stages waren wundervoll und so detailreich gestaltet, dass man manchmal vergessen hat, dass es sich um Animationen handelt. In der Freedom Stage war das besonderste Highlight de „Cell-Show“ von Eric Prydz. Das Showkonzept wurde extra für das Festival geschaffen. Hier verschwammen Realität und Virtualität komplett.

(c) Tomorrowland / DVLM at Mainstage

Die Lichteffekte und Visuals an allen Stages waren so lebensecht, das man es kaum begreifen konnte. Steve Aoki spielt auf der Mainstage bei Sonnenuntergang und das kam einem so echt vor, dass man das Gefühl hatte selbst vor Ort zu sein.

Unser absolutes Highlight am Samstag war die Show von Dimitri Vegas & Like Mike. Die beiden Tomorrowland-Urgeteine reißen jedes Jahr beim Tomorrowland die Mainstage und ihre eigene „Smash the House-Stage“ ab. Genauso war es auch am Samstag bei er digitalen Ausgabe des Festivals. Am Ende ihres Sets hielten die beiden noch ein

(c) Tomorrowland / Robin Schulz at Elixir

Die Elixir-Stage befand sich leicht versteckt bei der Mainstage, sodass man erst etwas suchen musste. Dies machte sie aber zu etwas ganz besonderem, so wie es auch beim echten Tomorrowland ist, die ein- oder andere Überraschung gibt immer.

Am Ende präsentierten sie mit H.P. Baxxter von Scooter der über Screens in der Menge erschien „We love Hardcore“, es gab kein halten mehr, jedenfalls nicht bei uns. Einfach nur mega!

Festival-Sonntag

Die Daybreak-Session übernahmen am Sonntag Sunnery James & Ryan Marciano, gefolgt von Vintage Culture. Der brasilianische Dj war eine unserer Überraschungen, er spielt ein Set, dass auf die kommenden Acts vorbereite und schonmal richtig gute Stimmung machte.

(c) Tomorrowland / Netsky at Cave

Gegen Abend kam dann kein anderer als Don Diablo auf die Mainstage. Der sympathische Holländer verwandelt jede Stage in ein emotionales Feuerwerk. Dieses Mal spielt er ein etwas härteres Set, als man es von ihm gewohnt ist. Zum Schluss gab es seine aktullen Track „Thousands Faces„, den er für seinen vor einigen Jahren verstorbenen Vater gemacht hat aber auch für all die anderen die bereits von uns gegangen sind. Da ist Pipi in den Augen garantiert.

Weiter ging es mit Timmy Trumpet auf der Mainstage. Oh mein Gott, was ein Abriss!!!! Timmy raste völlig aus, so wie wir auch. Er kann jetzt einige Personen mehr zu seinem Fanclub hinzuziehen. Er legt, trotz Krücken, einige Dancemoves hin und lies sich natürlich nicht lumpen seine Trompete zu spielen.

(c) Tomorrowland / Timmy Trumpet at Mainstage

Nach Timmy switchten wir zu Elixir-Stage auf der Laidback Luke den nächsten Abriss veranstaltete, wer da nicht mit abging, dem ist auch nicht zu helfen. Auf der Elexir-Stage übernahmen dann Bassjackers, zuerst nur Marlon aber zum Ende des Sets lies sich auch Ralph blicken.

Unser nächsten Highlight ist David Guetta. Er ist von ersten Tomorrowland an dabei und das merkt man auch. Der Franzose benutzte sein Mikrofon während des Sets häufig und sprach so zu dem Fans an den Bildschirmen. Da kam Gemeinschaftsgefühl auf!

(c) Tomorrowland / Martin Garrix at Mainstage

Die Endshow übernahm am Freitag Martin Garrix, er spielt ein Sets gemischt aus seinen Hits und anderen Klassikern.

Am Ende gab es ein großes Feuerwerk, so wie es auch in Boom gewesen wäre. Das Feuerwerk und die Feuerfontänen sahen täuschend echt aus!

Zum wirklichen Ende gab es dann auch wieder die „Tomorrowland-Stimme“ die das Motto verkündete, dass wir alle so lieben „Live Today, Love Tomorrow, Unite Forever„.

Man hatte bei allen Performances das Gefühl das jeder Dj versuchte das Maximum heraus zu holen.

Sie freuten sich alle beim Tomorrowland Around the World Festival spielen zu können und dabei zu sein.

(c) Tomorrowland / Martin Garrix at Mainstage

Für einige war es die erste Show seit Beginn der Krise. Alle Stages vermittelten eine Gefühl das sehr nah an das echte Festival herangekommen sind und dieses Gefühl kann nur Tomorrowland vermitteln. Das Festival egal ob online oder in echt sucht seines gleichen.

Fazit

Die über eine Million Tomorrowland-Fans weltweit feierten alle ganz unterschiedlich den Stream. Es gab Keller-Partys, Camps im Wald, Garten-Parties, Home-Parties, Menschen den den Stream auf Booten oder am Strand schauten.

(c) Tomorrowland / The Wall

Das wichtigste war, wir waren alle irgendwie, wenn auch getrennt, zusammen. Und genau das war auch das was Tomorrowland wollte, dass wir zusammen kommen und trotz der Situation den Spirit und den Vibe vom Tomorrowland spüren.

Ein gelungenes Festival was es so vorher noch nie gegeben hat und kein anderer so umsetzen kann. Tomorrowland ist und bleibt das Highlight jeden Jahres und so war auch die digitale Ausgabe das Highlight 2020, da sind wir sicher!

Vielen Dank Tomorrowland das wir alle dabei sein konnten, see you in 2021!

Live today, Love Tomorrow, Unite Forever

(c) Tomorrowland / Charlotte de Witte at Core-Stage

(c) Tomrrowland / DVLM at Mainstage

(c) Tomorrowland / Martin Garrix at Mainstage

(c) Tomorrowland / David Guetta at Mainstage

(c) Tomorrowland / Tiesto at Mainstage

(c) Tomorrowland / Eric Prydz – Cell – Freedom Stage