Yann Hendriksen im Interview mit Ravepedia über Rebranding, Ibiza und seinen musikalischen Neuanfang.

Manchmal braucht es nur eine mutige Entscheidung, um den eigenen Weg zu finden. Für Yann Hendriksen war genau das sein Rebranding vor rund anderthalb Jahren. Seitdem steht der Künstler nicht nur für einen neuen Namen, sondern vor allem für einen Sound, der seine musikalische Identität widerspiegelt. Im Gespräch mit Ravepedia spricht er über seinen bisherigen Karriereweg, die Inspiration hinter seiner Musik, den gemeinsamen Track mit Dagi Bee und erklärt, warum für ihn am Ende vor allem eines zählt: Menschen mit seiner Musik ein gutes Gefühl zu geben.


Ravepedia:

Wir sind hier beim World Club Dome und die Festivalsaison startet gerade so richtig. Wie würdest du deinen Start in die Open-Air-Saison beschreiben?

Yann Hendriksen:

Überraschend gut.

Wir hatten für dieses Jahr gar nicht so viel geplant und wollten erst einmal schauen, was sich entwickelt. Dann kam plötzlich die ganze Ibiza- und Sololoco-Geschichte dazu und seitdem nehmen wir einfach alles mit, was sich ergibt.

Im Moment läuft es wirklich richtig positiv und es macht einfach unglaublich viel Spaß. Und dabei stehen wir ja gerade erst am Anfang der Saison. Ich bin deshalb sehr gespannt auf alles, was in den nächsten Monaten noch kommt.

Ravepedia:

Worauf freust du dich in den kommenden Monaten am meisten?

Yann Hendriksen:

Der World Club Dome heute war natürlich schon ein absolutes Highlight.

Ansonsten bin ich diesen Sommer viel auf Mallorca unterwegs, was ganz neu dazugekommen ist. Ende August wartet noch ein weiteres Highlight auf mich und ich spiele außerdem wieder beim Havilland Beats Festival in Potsdam. Dort war ich seit drei Jahren nicht mehr – darauf freue ich mich wirklich sehr.

Ansonsten gilt: Mallorca, Ibiza – Hauptsache irgendwo, wo es warm ist. Die Inseln haben es mir einfach angetan.


Der Moment, in dem aus Hendrix Yann Hendriksen wurde

Ravepedia:

Viele kennen dich als Künstler. Wer ist eigentlich der Mensch hinter Yann Hendriksen?

Yann Hendriksen:

Privat heiße ich tatsächlich Yann Hendrik – deshalb passt der Künstlername eigentlich ziemlich gut.

Ich bin 28 Jahre alt und habe das Rebranding zu Yann Hendriksen erst vor anderthalb Jahren gemacht. Davor war ich einfach als Hendrix unterwegs. Nach rund 13 Jahren hatte ich aber das Gefühl, dass ich einen klaren Fahrplan brauche. Ich wollte einen Namen, der persönlicher ist und gleichzeitig den Sound repräsentiert, den ich wirklich liebe.

Dann kam auch das Management von World Club Dome dazu und seitdem hat sich alles Schritt für Schritt entwickelt.

„Plötzlich wurde ich für den Sound gebucht, den ich wirklich verkörpern möchte.“

Ravepedia:

Du hast gerade erzählt, dass du inzwischen seit rund 13 Jahren Musik machst. Wann hast du gemerkt, dass aus einem Hobby tatsächlich eine Karriere werden könnte?

Yann Hendriksen:

Ehrlicherweise ist das noch gar nicht so lange her.

Der entscheidende Moment kam mit dem Rebranding. Vorher war ich mal mehr im House unterwegs, dann wieder etwas technoider – ich habe vieles ausprobiert und mich oft danach orientiert, was gerade angesagt war. Mit Yann Hendriksen habe ich dann zum ersten Mal genau die Musik veröffentlicht, die ich selbst liebe.

Plötzlich wurden genau diese Tracks gehört, die Leute kamen wegen dieser Musik zu meinen Shows und ich wurde für den Sound gebucht, den ich wirklich verkörpern möchte.

Da habe ich gemerkt: Okay, vielleicht steckt hier doch noch viel mehr Potenzial drin, als ich bisher gedacht habe.


Ravepedia:

Du hast vor Kurzem gemeinsam mit Dagi Bee einen neuen Track veröffentlicht. Was macht diesen Song für dich besonders und wie ist die Zusammenarbeit entstanden?

Yann Hendriksen:

Für mich ist der Song etwas Besonderes, weil ich selbst fünf Jahre auf Ibiza gelebt habe. Ich kenne die Insel, ich liebe dieses Lebensgefühl und genau deshalb bedeutet mir dieses ganze Ibiza-Thema persönlich sehr viel.

Die Zusammenarbeit mit Dagi Bee entstand dann eher zufällig. Sie hatte ein Video auf TikTok gepostet und meine Freundin meinte zu mir: „Das würde perfekt zu dir passen – mach doch mal etwas daraus.“ Am nächsten Morgen habe ich mich direkt hingesetzt, den Song produziert und ein Video dazu aufgenommen.

Dass das Ganze am Ende so viral gehen würde, hätte ich niemals erwartet.

„Ich starte einen Track am liebsten mit einer Stimme – weil sie dem Song sofort ein Gefühl gibt.“

Ravepedia:

Wie sieht dein kreativer Prozess aus? Was inspiriert dich aktuell am meisten, wenn du neue Musik produzierst?

Yann Hendriksen:

Der Tag beginnt auf jeden Fall erst einmal mit einem guten Kaffee. Das ist absolute Grundvoraussetzung.

Danach arbeite ich meistens direkt mit Vocals. Man bekommt als Produzent unglaublich viele Toplines zugeschickt und wenn ich eine höre, bei der sofort eine Idee entsteht und ich denke: „Genau das würde ich selbst spielen“, dann weiß ich meistens sofort, in welche Richtung der Track gehen soll.

Ich finde es schön, direkt mit einer Stimme zu starten, weil sie einem von Anfang an eine Geschichte oder ein Gefühl mitgibt.


Ravepedia:

Zum Abschluss kommt unsere Ravepedia Signature Question.

Stell dir vor, jemand hört deine Musik zum ersten Mal auf einer Tanzfläche – spät in der Nacht, wenn der Moment genau richtig ist. Welches Gefühl sollte diese Person erleben?

Yann Hendriksen:

Freude. Freude und gleichzeitig eine gewisse Emotionalität. Dieser Moment, in dem man einfach denkt: „Genau jetzt fühlt sich alles richtig an.“ Good Vibes, Emotionen und dann im Drop dieses Gefühl, dass plötzlich alles perfekt zusammenpasst.

Ravepedia:

Wir danken dir für deine Zeit und freuen uns auf einen tollen Sommer mit dir zusammen.

Du hast jetzt Lust auf pure Good Vibes? Dann solltest du direkt zum Spotify-Kanal von Yann wechseln und dich von seinem Sound selbst überzeugen!