Der Vatertag ist für viele der Auftakt in die Open-Air-Saison – und so ging es auch für mich zum ersten Festival unter freiem Himmel: genauer gesagt zu „Tante Mia tanzt“ nach Vechta. Der Wetterbericht ließ zu Beginn der Woche noch nichts Gutes erhoffen, am Ende sollte es aber doch ein nahezu trockener und richtig schöner Festivaltag werden.
Entspannte Anreise & erster Eindruck vom Gelände
Die Anreise mit dem Auto gestaltete sich komplett problemlos und der Parkplatz befand sich nur wenige Minuten vom Gelände entfernt, auf dem uns vier Bühnen und über 40 Acts erwarteten. Also schnell das Bändchen geholt und ab aufs Gelände.
Für mich war es das erste Mal bei Tante Mia und schon auf den ersten Blick hat mir das Gelände gefallen. Einerseits kompakt genug, um kurze Wege zwischen den Stages zu ermöglichen, andererseits aber auch groß genug, damit sich die Menschen gut verteilen konnten.
Daneben gab es – neben dem Klassiker eines jeden Festivals, dem Riesenrad – jede Menge Food- und Getränkestände, die preislich aus meiner Sicht absolut im Rahmen waren. Alkoholfreie Getränke gab es für etwa 4,30 Euro und für meine Pommes habe ich, wenn ich mich richtig erinnere, ungefähr 4,50 Euro bezahlt.

Mainstage mit breitem musikalischen Spektrum
Auf der Mainstage wurde musikalisch einiges geboten. Von Noel Holler über David Puentez, HBZ und Cascada bis hin zum Headliner Scooter war hier ein breites Spektrum vertreten, sodass eigentlich jeder etwas für sich finden konnte – solange man nicht ausschließlich auf Hardstyle aus war. Für diese Besucher:innen gab es nur wenige Meter entfernt die passende Hardstyle-Stage.
Ich habe an diesem Tag wirklich versucht, allen Stages Aufmerksamkeit zu schenken und begann meinen Festivalstart bei Noel Holler auf der Mainstage, wo die Fläche vor der Bühne auch direkt schon gut gefüllt war.
Danach ging es kurz backstage, unseren Freunden vom DJ Mag Hallo sagen und das eine oder andere nette Wort wechseln, bevor es wieder zurück aufs Gelände ging.

Volles Zelt bei Gestört aber GeiL & starke Stimmung
Mein nächster Stopp führte mich ins Zelt, das bei Gestört aber GeiL das erste Mal wirklich brechend voll wurde. Die Stimmung war dabei typisch locker und ausgelassen – genau so, wie man es von den Sets der Jungs kennt.
Im Laufe des Tages habe ich dort außerdem noch Glockenbach und Alle Farben gesehen, die mich beide ebenfalls überzeugt haben. Gerade Alle Farben live auf einem Festival zu erleben, ist nochmal etwas ganz anderes, als seine Tracks nur über Streamingplattformen zu hören.
Mein Aufenthalt auf dieser Stage sollte sich später übrigens noch als Glücksfall herausstellen, denn genau dort habe ich den Zeitpunkt des großen Wolkenbruchs verbracht – vermutlich der beste Ort dafür.

Zwischen Hardstyle & Mainstage
Wenig Zeit habe ich dagegen in der „Guten Stube“ verbracht. Dort war ich nur für etwa 20 Minuten während des Sets von Luke Madness. Besonders interessant war hier allerdings, dass man offenbar auch ohne VIP-Ticket auf das Podest hinter dem DJ gelangen konnte.
Den Großteil des Tages verbrachte ich letztlich im Wechsel zwischen Mainstage und Hardstyle-Stage.
Auf der Hardstyle-Stage habe ich unter anderem Jebroer gesehen, der die Crowd mit seinen typischen Mitsing-Hymnen begeisterte. Den Abschluss auf dieser Stage machte für mich Brennan Heart, den ich in den letzten Wochen häufiger erlebt habe und der einfach ein Garant für eine High-Energy-Atmosphäre ist.
HBZ überzeugen – Cascada dagegen weniger
Zurück auf der Mainstage habe ich noch einen Teil des Auftritts von Cascada gesehen. Leider konnte mich dieser Auftritt persönlich nicht wirklich überzeugen und ich hatte das Gefühl, dass dies stimmungstechnisch eher einer der schwächeren Momente des Abends war. Zumindest mich hat es leider nicht abgeholt.
Komplett überzeugt haben mich dagegen die Jungs von HBZ mit ihrer von guter Laune geprägten Performance. Eine kleine Überraschung gab es ebenfalls: Plötzlich standen die beiden mitten in der Crowd.

Scooter liefern den großen Abschluss
Den finalen Abschluss nach einer etwa 30-minütigen Umbaupause machte dann Scooter. In ihren 60 Minuten gab es viele der bekannten Klassiker und Phrasen zu hören.
Natürlich kennt man vieles bereits von früheren Auftritten, aber man merkt einfach, dass HP Baxxter selbst immer noch komplett darin aufgeht – und genau das überträgt sich auch auf die Crowd. Deshalb werden Scooter-Shows am Ende einfach nicht langweilig.
So endete Tante Mia schließlich mit „Hyper Hyper“, „FCK 2020“ und einem großen Feuerwerk.
Entspannte Abreise & positives Fazit
Danach ging es für mich wieder Richtung Heimat und auch die Abreise verlief erstaunlich unkompliziert und komplett ohne Chaos. Innerhalb weniger Minuten war ich bereits vom Parkplatz und der Zufahrtsstraße runter.
Unterm Strich war es ein wirklich gelungener Festivaltag, bei dem es nicht viel auszusetzen gab – außer man sucht aktiv nach Kritikpunkten. Klar war es für einige Besucher:innen ärgerlich, dass es zeitweise zu Einlassstopps beim Festzelt gekommen ist und manche dadurch vielleicht ihren Lieblingsact verpasst haben. Wirklich viel machen kann man in solchen Situationen allerdings nicht – außer bestimmte Artists eventuell auf größere Stages zu setzen.

