Für mich war die Show von ATB eine, auf die ich lange gewartet habe. Seit meiner Jugend feiere ich Tracks wie Ecstasy oder 9 PM (Till I Come) – für mich (und viele andere) ist er einfach eine absolute Legende der Szene.
Schon beim Einlass wurde klar: Das Publikum ist an diesem Abend etwas älter als gewohnt – und ja, ich zähle mich wohl inzwischen auch dazu. Dass dieser Abend aber zu einer der besten Nächte der letzten Monate werden würde, hat zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich noch niemand wirklich erwartet.
Den Anfang machte No.MADS mit einem durchdachten Set, das sich wie eine kleine Reise angefühlt hat – irgendwo zwischen Klassikern und aktuellen Tracks. Alles hatte einen roten Faden, war super tanzbar und genau die richtige Einstimmung auf das, was noch kommen sollte.
Wenn die Musik im Vordergrund steht
Nach knapp zwei Stunden war es dann soweit: ATB betrat im Rahmen seiner „The Final Chapter“-Tour die Bühne im Docks – und die Stimmung war sofort da.
Sein Set bestand aus einem Highlight nach dem anderen. Kein überladenes Feuerwerk aus IDs und Drops, sondern ein stimmiger Aufbau mit viel Gefühl.
Ein kurzer Blick ins Publikum hat gereicht, um zu merken, worum es hier wirklich ging: nicht um den nächsten Instagram-Moment, sondern um die Musik. Die Leute waren komplett drin, haben gefeiert, aber auf eine Art, die man zuletzt viel zu selten erlebt.
Weniger Gedränge, weniger Rempeln – dafür mehr Miteinander. Einfach gemeinsam tanzen und die Klassiker genießen.
Und dann war es auch schon wieder vorbei.
90 Minuten, die sich angefühlt haben wie ein kurzer Moment. Genau das ist wahrscheinlich der beste Beweis dafür, wie gut der Abend war.
Als wir den Club verlassen haben, waren wir uns alle einig: Dieses Set hat definitiv das Potenzial, am Ende des Jahres in unseren persönlichen Top 10 zu landen.

